Mauersegler und Schwalben - Gute Reise!

Bis zu 40 Mauersegler sammelten sich am 17. Juli 2017 über Bildstock. Spürbarer Aufbruch. Foto: Wega Kling
Noch sind die jungen Mehlschwalben zu füttern. Hier steht bald eine Renovierung an. Die natürlichen Nester werden durch Nisthilfen ersetzt. Die werden in der Regel gut angenommen. Foto: Wega Kling

Eine Wahnsinnsreise für nicht einmal drei Monate bei uns. 

Nach und nach wurde es still am Sommerhimmel: Schon um die Monatsmitte des Juli konnten wir größere Gruppen von Mauerseglern über den Dörfern und Städten beobachten. Die Unruhe war förmlich zu spüren, die Boten des Sommers waren aufbruchbereit. Immer wieder seltsam, waren sie nicht gerade erst gekommen? Dann wurde es still, nur noch einzelne Nachzügler machten sich auf den langen Weg bis in den Süden Afrikas, den letzten sah ich am 10. August. 

Hoffentlich auf ein Wiedersehen nächstes Jahr am angestammten und offenen  Nistplatz.

Nun sind auch die Schwalben auf und davon.

Sie haben noch bis vor ein paar Tagen eifrig den Nachwuchs gefüttert und Flugübungen trainiert. Auch bei ihnen spürte man die Aufbruchstimmung, schon in den ersten Augusttagen waren größere Ansammlungen zu beobachten. Die letzten zwei Mehlschwalben habe ich am 23. August über Friedrichsthal gesehen.

Es war am Ende ein recht gutes Schwalbenjahr, aber der NABU und die meisten Schwalbenfreunde melden einen Rückgang der beiden Arten. Deshalb sind die Forderungen an die Politik und auch unsere Hilfe so wichtig.

28.8.2017,  Wega Kling, NABU Saarbrücken. Hier geht es zu den Impressionen des Sommers

Mauersegler - ein Leben im Flug


Mit ihren durchdringenden „sriih-sriih“-Rufen kündigen Mauersegler für viele Menschen in der Stadt den Sommer an. Der rasante Flieger hat sich in Städten und zunehmend auch Dörfern als ein echter Kulturfolger angesiedelt, wo er unter den Dächern von Altbauten, aber auch in anderen Gebäudenischen, geeignete Wohnstuben findet.

Dank dieser Anpassungsfähigkeit konnte sich der Mauersegler in der Vergangenheit zunächst gut vermehren. Viele Nistplätze gehen heute jedoch durch Gebäudesanierungen verloren. Die Folge ist, dass der Mauersegler nun bereits auf die Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel gesetzt werden musste. Auf den ersten Blick könnte man den Mauersegler auch für eine Schwalbe halten. Doch seine längeren, sichelförmigen Flügel, der kurze Schwanz und die ständigen Flugrufe machen ihn unverwechselbar.


Nur zur Brut begibt sich der Mauersegler auf festen Boden. Die übrige Zeit seines Lebens verbringt er in der Luft, vermag sogar im Fliegen zu schlafen. Auch Nahrungssuche, Wasseraufnahme und sogar die Paarung werden „im Flug“ erledigt. Mit weit geöffnetem Schnabel fängt er Insekten aus der Luft, sammelt sie im Kehlsack, und verfüttert sie zu einem Ballen geformt an die hungrigen Jungen. Wird das Futter bei Schlechtwetterperioden knapp, können die Jungvögel in eine energiesparende Starre verfallen, bei der ihre Körpertemperatur stark absinkt.

Hilfe für den Mauersegler: Nischen und Dachöffnungen nicht verschließen. Nistkästen anbringen. Rat gibt der NABU Saarbrücken unter info@nabu-saarbruecken.de.

Zugvögel beobachten

Ein Bericht von Wega Kling 

Schon im August starteten die Mauersegler zu ihrer tausende Kilometer langen Reise bis in den Süden Afrikas. Im Juli konnten wir die von schrillen Rufen begleiteten Flugübungen größerer Gruppen von Eltern und Jungvögeln am Himmel beobachten. Dann wurde es wieder still am Himmel, und mit etwas Wehmut dachte manch einer und eine von uns an die gefahrvolle Reise der Flugkünstler in die Überwinterungsgebiete. Letztlich sah das Jahr nicht ganz so düster aus, wie es das nasskalte Frühjahr fürchten ließ. Die Zeit für die Nachwuchssicherung war aber kürzer als in manch anderem Jahr. Bei der "Stunde der Gartenvögel 2013" wurden im Mai noch 20 % weniger Mauersegler beobachtet. Inwieweit es nur am späteren Eintreffen lag, wird die Zählung 2014 vielleicht klären.

Die vom NABU Bundesverband besenderten sieben Weißstörche sind auch unterwegs, die Route teilt sich nach Spanien und Zentralalfrika. Die Spanienüberwinterer sind schon am Ziel und selbst die weite Strecke nach Afrika scheint schon geschafft. Der NABU schreibt am 26. September 2013: Nun hatte Adele es doch eilig und ist ohne weitere Pausen in 100 bis 230 Kilometer langen Tagesetappen nach Spanien geflogen. Ihr Ziel? Natürlich die Umgebung von Vaciamadrid. Am Montag (23. September) hat sie – als letzte unserer Senderstörche – ihr Winterquartier erreicht. Am 31. August war sie in Bergenhusen gestartet und hat somit 24. Tage gebraucht. Verfolgen Sie die Reisen der Senderstörche auf www.NABU.de/aktionenundprojekte Weißstörche auf Reisen.

Auch die Kraniche sind in Aufbruchstimmung. Sie sammeln sich jetzt an Rastplätzen, um dann gemeinsam nach Frankreich, Spanien und Nordafrika zu ziehen. Beobachten Sie mit dem NABU Saarbrücken die rastenden Kraniche und viele andere Zugvögel an den Lothringer Weihern:

Die aktuellen Termine finden Sie auf unserer Startseite und im Jahresprogramm.