Eine Ente will hoch hinaus

Junge Familie auf dem Weg ins Gewässer. Foto: G.Zach
... und in ihrem Element. Foto: G. Zach
"Hausbesetzung" mit den ersten zwei Eiern. Foto: G. Schreiber
Entspanntes Brüten. Foto:G. Schreiber
Der bildschöne Nachwuchs. Foto:G. Schreiber

 

Ungewöhnliche Nistplatzwahl gibt es nicht selten bei unseren tierischen Mitlebewesen. In der Saarbrücker Halbergstraße trieb es eine Stockente aber schon auf die Spitze, als sie einen Blumenkasten auf dem Balkon im sechsten Stock zur Familienplanung aussuchte. Als die Wohnungsinhaber sie entdeckten, hatte sie aus dem Pflanzenbestand und ihren Daunen ein Nest gebaut und mit zwei Eiern die "Hausbesetzung" eingeläutet - eine Unterbrechung oder eine Umsiedlung ist jetzt schwierig. Sie wurde deshalb gerne aufgenommen und ihre "Adoptiveltern" fragten uns um Rat, denn sie erkannten die Gefahr, die für den Nachwuchs in dieser Höhe lauerte. Die Entenmutter lockt die Jungen sobald sie geschlüpft sind aus dem Nest.

Nach meiner Ortsbesichtigung und einigen Instruktionen Günther Zachs für den Tag des Schlüpfens der Jungen wussten Elke und Gisbert Schreiber um die Vorkehrungen, die zum Schutz des Nachwuchses zu treffen waren. Sie kümmerten sich liebevoll und engagiert um "ihre" Ente. Sie ließen ihr allen Freiraum und hielten sich beobachtend im Hintergrund. Ihre Geschichte mit Daisy, wie sie inzwischen hieß, hielten sie in einem Tagebuch fest.

Das abenteuerliche Brüten fand ein gutes Ende: Als die ersten Jungen schlüpften, kam Günther Zach aus Nalbach mit allem Nötigen zu Familie Schreiber und  fing erst behutsam das Alttier und dann jedes einzelne Küken ein, um es an einem ruhigen Gewässer wieder frei zu lassen.

... zum Weiterlesen die Geschichte als PDF-Download

Wega Kling, Frühjahr 2017

 

 

 

 

Delphine und Affen im Hochbaufieber

Ortstermin: 22.April 2016 im Kinderladen Saarbrücken Rodenhof.

Unter fachkundiger Leitung von Guido Geisen bauen Kinder, Eltern und Erzieherinnen ein 3 m langes Hochbeet für Gemüse und Kräuter. Umwelt-und Waldpädagogik wurden hier schon immer groß geschrieben, und so packen alle mit Begeisterung an, sehen schon Radieschen, Kürbis, Salat und Möhren sprießen.

Es wird gesägt, gebohrt, geschraubt, geschnitten und gehackt. Der Holzrahmen wird mit Folie und Drahtgeflecht ausgekleidet und mit allem gefüllt, was für ein gutes Wachstumsklima notwendig ist. Die Kinder bringen Säcke und Schubkarren voll mit groben Gartenabfällen, Grasnarben, Laub, Stroh, Mist, kleingeschnittenem Astwerk und Komposterde, die vom ZKE spendiert wurde. Dafür halten die Kinder beim wöchentlichen Waldtag schon lange den Wald in der Umgebung sauber, indem sie den Müll unvernünftiger Mitmenschen einsammeln.

Dank dieses von der NAJU im NABU Saarland gesponsorten Projekts wird im Kinderladen nun eifrig gesät und gepflanzt.

Alle sind gespannt und freuen sich auf das Wachsen, Ernten und Genießen.

Ute Fugmann

 

 

Komfortkasten statt Aschenbecher NABU hängt Nistkästen bei Burger King auf

Anfang April bekamen wir die Nachricht, dass im vergangenen Frühjahr Meisen im Aschenkasten an der Burger-King-Terrasse gebrütet hätten. So ungemütlich sollten die Vogeleltern es dieses Jahr wirklich nicht haben. Und so vereinbarte der NABU Saarbrücken mit der Geschäftsleitung, an den Bäumen am Parkplatz einige Nistkästen anzubringen. Unser Aktiver Günther Braun baute schnell passende Kästen und brachte sie noch am 9. April an den Bäumen an. Ob Familie Meise oder auch andere die neuen Behausungen finden und annehmen, werden wir dann nachschauen.

April 2016 WK

Bilder zur Bliesgau-Wanderung im April

NABU-Mitglied Walter Rundstadler berichtete bei einer Vorstandssitzung vom Streuobstwiesenprojekt seines Vereins, Bliesgau-Obst e. V.:

Diese wertvollen artenreichen Biotope gehörten früher einmal zur Versorgung der Eigentümer, wurden dann aber lange nicht mehr bewirtschaftet. Und da die Natur schnell und gründlich arbeitet, erkennt nur das geübte Auge auch in dichten Feldheckenstreifen die alten Apfel- und Birnbäume. Im Jahr 2010 nahm der gemeinnützige Bliesgau-Obst e. V. die Pflege und Sicherung der Streuobstflächen in Angriff; Und es ist gleich zu sehen, hier hat sich schon viel getan:

Zugewucherte Obstbäume, darunter stattliche vitale Altbäume, wurden freigestellt, Initialschnitte durchgeführt und Lücken mit jungen Hochstämmen bepflanzt. Finanziert wird das Projekt durch Beiträge, Spenden und öffentliche Fördergelder des europäischen Leader-Programms und des saarländischen Vertragsnaturschutzprogramms. Die Erstpflegekosten teilten sich die Partner, Flächeneigentümer, Regionalverband und Bliesgau-Obst. Inzwischen sind 155 Grundstücke mit insgesamt 17 Hektar und cirka 1250 Obstbäumen rund um Kleinblittersdorf in der extensiven Pflege. Verarbeitung und Vermarktung laufen auf kürzesten Wegen: Das Obst wird durch die Fruchtgetränke Gersheim angekauft und von der Lebenshilfe-Kelterei im Wintringer Hof zu wertvollen Biosphäreprodukten verarbeitet.